Urlaub in den Marken - mehr Italien geht kaum!

Unser Olivenöl

Ein alte Sprichwort sagt:
Nimm Salz wie ein Geizhals,
Essig wie ein Weiser,
Olivenöl wie ein Verschwender –
Und mische alles wie ein Narr.

Seit Urzeiten schon sind die positiven Eigenschaften des Olivenöls bekannt. Bereits die antiken Kulturen wie Assyrer, Ägypter, Griechen und Römer wussten die Früchte des Ölbaums zu nutzen und sorgten für seine Verbreitung im Mittelmeerraum. Inzwischen gibt es allein dort über 1.000 Sorten von Olivenbäumen. Je nach Klima und Bodenbeschaffenheit hat sich der Olivenbaum über hunderte Jahre anders entwickelt, manche Olivenbaumsorten sind gar auf einzelne Dörfer beschränkt.

Eine besonders große Sortenvielfalt gibt es in Italien, wo es alleine zwischen Sizilien und Ligurien an die 80 verschiedene Sorten gibt.

In unserem eigenen Olivenhain der Casa Cinque mit seinen rund 70 Bäumen wachsen Oliven der italienischen Hauptsorten Leccino und Frantoio sowie die fruchtige Raggia-Olive, eine traditionelle Olivensorte der Marken. Hier fällt das Land sanft in gewellten Hügeln zum Meer ab. Ebenen gibt es praktisch nicht. Diese für den Oliven- und auch Weinbau besonders geeignete Landschaft liegt von den Seewinden geschützt und vom Licht und der Wärme der Sonne begünstigt. Daher wird hier auch seit Generationen ein Olivenöl der Spitzenklasse produziert.

Eine Flasches dieses herrlichen Öls erwartet Sie zusammen mit einer Flasche des berühmten Rotweines der Region, dem Lacrima di Morro d'Alba, bei Ihrer Ankunft auf dem Tisch.

Unsere Oliven werden im November, wenn sie sich langsam von grün nach schwarz verfärben, traditionell von Hand geerntet. Dann werden sie innerhalb von 6 Stunden in der hochmodernen Ölmühle bei niedrigen Temperaturen und ohne Luftkontakt mit rein mechanischen Verfahren verarbeitet. Dadurch gelingt es, den Säureanteil unseres Öls sehr niedrig zu halten, was für den besonders fruchtigen Geschmack und die Bekömmlichkeit sorgt.

Olivenöl, das wie unseres produziert wird ist eine echte Rarität und kein Vergleich zum Supermarkt-Öl, das in riesigen Mengen wenig schonend, industriell produziert und zusammengemischt wird. Das Ergebnis dieser Art der Verarbeitung ist meist nur flüssiges Fett und nicht das „flüssige Gold“, das Olivenöl bei der richtigen Behandlung werden kann.

Der „Taschenführer Olivenöl Italien“ der Fachzeitschrift Merum führt jedes Jahr eine professionelle und zeitaufwändige Verkostung durch. Das traurigeErgebnis: von rund 500 Ölen wurden nur 50 als akzeptabel befunden und nur etwa 20 Öle gelten als sehr gut.

Doch den wenigsten Konsumenten wird dies bewusst. Solange nur Extra Vergine auf der Flasche steht, glaubt man ein wohlschmeckendes und gesundes Naturprodukt erstanden zu haben.

Doch die meisten haben keinen blassen Schimmer davon, wie Olivenöl wirklich schmecken muss, weil sie sich inzwischen an Fehlaromen aller Art gewöhnt haben - so jedenfalls formulierte es der italienische Olivenölspezialist Marco Mugelli.